Vom “Elend des deutschen Feminismus”: Alice Schwarzer wird 70 Jahre alt

Alice Schwarzer

Foto: Michael Lucan/pixeldost,
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Alice Schwarzer wird am 3. Dezember 70 Jahre alt. Das beschäftigt jetzt schon die Presse. Pünktlich zum Jubiläum erscheint nämlich das Buch von Miriam Gebhardt „Alice im Niemandsland – Wie die deutsche Frauenbewegung die Frauen verlor“. Und die TAZ nimmt das Thema auf, um zu Schwarzers Geburtstag Gebharts Abrechnung mit “Arbeit an der Mutterfigur” vorzustellen. Gebhardts Buch, das auch von Sabine Pamperrien beim Deutschlandfunk besprochen wird,  ist eine der vielen Abrechnungen mit Schwarzer: Der deutsche Feminismus sei programmatisch unbedeutend, organisatorisch unsichtbar und zusammengeschrumpft auf eine Medienfigur – Alice Schwarzer. Jede gesellschaftspolitische Frage, sei es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Frauenquote, fände seit Jahrzehnten nur eine einzige feministische Antwort, nämlich »die Antwort« von Schwarzer.
Apropos: Das legendäre Fernsehduell zwischen Schwarzer und Esther Vilar (“Der dressierte Mann“) von 1975 kann man hier auf Youtube sehen. Klingt recht aktuell …

Miriam Gebhardt: Alice im Niemandsland

Miriam Gebhardt:
Alice im Niemandsland

Noch ein paar biographische Eckdaten: Schwarzer ist Gründerin (1977) und bis heute Chefredakteurin und Herausgeberin der Frauen-Zeitschrift „Emma“. Zuletzt machte sie 2011 als umstrittene Beobachterin und Kommentatorin des Prozesses gegen Jörg Kachelmann von sich reden und durch die Strafanzeige wegen Spendenbetrugs gegen den Vorsitzenden des Vereins „Hatun und Can“, eines Vereins für Frauen in Not. Als Autorin hat sie bisher 25 Bücher veröffentlicht, als Herausgeberin 17.

Termin: 3. Dezember 2012

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